Moiren
(3,528 words)

(Μοίϱαι, lat. Parcae)

A. Mythos

Während Homer bis auf eine Ausnahme (Hom. Il. 24,49, wo eine Gruppe von Schicksalsgöttinnen erscheint) stets nur eine Moire kennt, die über Geschick und Lebensgang der Menschen waltet und diesen ihr Ende setzt (Hom. Il. 16,853; 18,119 u.ö.), erscheinen die M. in Gestalt dreier Schwestern erstmals in der Theogonie Hesiods. Dieser bezeichnet sie bald als Töchter des Zeus und der Themis und Schwestern der Horen (Hes. theog. 901–906), bald zusammen mit Ker und Thanatos (Tod) a…

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Müller, Gernot Michael, “Moiren”, in: Der Neue Pauly Supplemente I Online - Band 5: Mythenrezeption: Die antike Mythologie in Literatur, Musik und Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart, Herausgegeben von Maria Moog-Grünewald. Serie: Der Neue Pauly – Supplemente, 1. Staffel, herausgegeben von Hubert Cancik, Manfred Landfester und Helmuth Schneider, Band 5. Stuttgart, Germany. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH (2008). Consulted online on 16 October 2018 <http://dx.doi.org/10.1163/2452-3054_dnpo5_COM_0086>
First published online: 2015



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